Besucher: 729



Thema des Tages
Ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst. Neueste Meldung oben

Wetter aktuell

Bisher abwechslungsreicher Mai


Der bisherige Mai war sehr abwechslungsreich und oftmals erinnerte
alles an typisches Aprilwetter. Im heutigen Thema des Tages soll ein
kleiner Wetterrückblick auf die ersten zwei Maidekaden gegeben
werden.


Aprilwetter im Mai lautete häufig die Devise in den ersten beiden
Dekaden des letzten meteorologischen Frühlingsmonats. Die
Temperaturen fuhren Achterbahn, es gab immer wieder Niederschläge und
teilweise sogar nochmals Schnee in den Hochlagen, aber auch die Sonne
zeigte sich immer wieder.

Im vieljährigen Mittel (1961-1990) lag das Temperaturmittel im Mai
bei 12,1 °C. Zum jetzigen Zeitpunkt liegt die deutschlandweite
Mitteltemperatur bei 11,4 °C, was allerdings fast auf der Kurve der
durchschnittlichen Mitteltemperatur zu diesem Zeitpunkt liegt.
Verglichen mit der aktuelleren und wärmeren Klimaperiode (1991-2020)
wird die Kurve deutlicher um fast ein Kelvin unterschritten.

Zu Beginn des Monats war es sehr warm und am 3. Mai wurde in Cottbus
und in Neißemünde-Coschen (beides Brandenburg) mit 29,4 °C die
bisherige deutschlandweite Tageshöchstwerttemperatur gemessen.
Anschließend folgte ein jäher Absturz, der darin gipfelte, dass zu
Beginn der zweiten Dekade selbst die 15-Gradmarke in den meisten
Gebieten ein großes Hindernis darstellte. Außerdem gab es vor allem
in der östlichen Mitte und in Teilen des Südens nochmals verbreiteten
leichten Nachtfrost. Der bisherige Monatstiefstwert (ausgenommen
Bergstationen oberhalb von 920 m NHN) datiert allerdings vom Anfang
des Monats aus Piding (Bayern) mit -3,3 °C.

In puncto Niederschlag zeigt sich der Wonnemonat bisher ziemlich
spendabel, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Im
Klimamittel fallen im gesamten Mai 71 bzw. 70 l/qm (Klimamittel
1961-1990 bzw. 1991-2020). Derzeit beläuft sich die
Niederschlagssumme bereits auf 52 l/qm. Am meisten Niederschlag gab
es bisher über der nördlichen Mitte und im Schwarzwald, wo regional
70 bis 100, punktuell auch um 130 l/qm gefallen sind. Äußerst trocken
präsentierten sich Teile Niederbayerns und ein Streifen vom Jadebusen
bis zur Kieler Bucht, wo teilweise nur 5 bis 20 l/qm vom Himmel
kamen. Besonders nass war es am 5. Mai, als im Zusammenhang mit einer
quasi stationären Luftmassengrenze über der Mitte 30 bis 50, lokal
über 60 l/qm vom Himmel prasselten.

Die Sonne zeigte sich im letzten meteorologischen Frühlingsmonat
bisher etwa 120 Stunden lang. Die langjährigen Mittelwerte für den
Mai liegen bei 202 Stunden (1961-1990) bzw. 213 Stunden (1991-2020).
An dieser Stelle sei vorweggenommen, dass die Statistik in den
kommenden sonnenscheinreichen Tagen deutlich aufpoliert wird. Bisher
waren vor allem der Monatsbeginn und das Ende der ersten Dekade sehr
sonnig. Regional ergeben sich aber auch hier größere Differenzen.
Während im Norden und Südosten bereits 130 bis 170 Sonnenstunden zu
Buche stehen, waren es derer im Westen und Teilen der westlichen
Mitte nur 65 bis 90.

(Die Bilder zum heutigen Thema des Tages finden Sie wie immer im
Internet unter www.dwd.de/tagesthema.)

Dipl.-Met. Marcel Schmid

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 20.05.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



Wissenschaft kompakt

Tag der Diversität


Heute ist der deutsche Diversity-Tag, an dem ein Zeichen gesetzt
werden soll, wie wichtig Vielfalt, Chancengleichheit und ein
wertschätzendes Miteinander sind. Auch der DWD beteiligt sich an
diesem Aktionstag.


Am heutigen Dienstag den 19. Mai wird der Deutsche Diversity-Tag
unter dem Motto: "Wenn Vielfalt gewinnt, gewinnen wir alle" gefeiert.
Dabei geht es darum, die menschliche Vielfalt und die
Verschiedenartigkeiten von Menschen innerhalb der Gesellschaft und in
Organisationen zu betrachten und vor allem eine wertschätzende,
vorurteilsfreie Arbeitswelt öffentlich zu präsentieren. Der
Aktionstag wird seit 2012 von der Charta der Vielfalt e.V. initiiert
und daran beteiligen sich etliche Institutionen und Unternehmen.
Diversität kann sich dabei auf etliche Merkmale beziehen: von Alter
und geschlechtlicher Identität, über sexuelle Orientierung, soziale
Herkunft, körperliche und geistige Fähigkeiten, ethnischer Herkunft
und Nationalität bis hin zur Religion und Weltanschauung.

Auch beim DWD wird Diversität großgeschrieben, denn gelebte Vielfalt
bildet die Grundlage für eine starke Zusammenarbeit. Im Leitbild des
DWD steht beispielsweise: "Unsere Stärke, gemeinsam mehr zu
erreichen, gewinnen wir durch übergreifende, unvoreingenommene
Zusammenarbeit und das Akzeptieren von Unterschiedlichkeit und
Vielfalt". Der DWD beteiligt sich mit dem internen Leitgedanken:
"Viele Köpfe, viele Stärken". Dabei soll vor allem das bisher wenig
sichtbare Thema Neurodiversität in den Fokus gerückt werden. Das
Potenzial ist dabei enorm, denn Menschen lernen, denken und
verarbeiten Informationen unterschiedlich, wodurch sich ganz
verschiedene Blickwinkel und mitunter auch kreative Herangehensweisen
an Problemstellungen und Aufgaben ergeben. Ob es nun ADHS,
Legasthenie, Autismus oder andere neurologische Unterschiede sind ?
neurodivergente Menschen bereichern die Arbeitswelt mit ihren
Fähigkeiten. Intern gibt es daher heute verschiedene Vorträge,
Plakate und Führungen, die einen Einblick in die Welt der
Neurodiversität liefern sollen und auf das Thema aufmerksam machen.

Vielleicht gibt es ja auch in Ihrem Unternehmen liebe Leserinnen und
Leser Vorträge und Aktionen zum heutigen Diversity-Tag oder Sie
finden unter
https://www.charta-der-vielfalt.de/deutscher-diversity-tag weitere
Informationen und Artikel zum Thema.

(Die Bilder und Links zum heutigen Thema des Tages finden Sie wie
immer im Internet unter www.dwd.de/tagesthema.)

Dipl.-Met. Marcel Schmid

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 19.05.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst





Private Wetterstation Altenmarkt a. d Alz - Alle Angaben ohne Gewähr - (c) Matthias Schwanter   -   Seitengeneration erfolgte in 0.1284 Sekunden.