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Thema des Tages
Ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst. Neueste Meldung oben

Wetter aktuell

Grüße aus der Sahara



Der Hochdruckeinfluss beschert uns weiterhin überwiegend
störungsfreies Wetter. Dabei ist es gebietsweise frühlingshaft mild
und oft scheint die Sonne. Die großräumigen Strömungen senden uns zum
Ende der Woche aber auch einen Gruß aus Nordafrika.



In den letzten Tagen herrschte in weiten Teilen des Landes
frühlingshaft mildes und meist sonniges Wetter. Nur vereinzelt
hielten sich Nebelfelder länger. Grund dafür ist Hochdruckgebiet
JANNIS, das sich über Mittel- und Südosteuropa ausgedehnt hat. Es
lenkt trockene Luft zu uns und hält Tiefdruckgebiete mit feuchter
Luft fern. Dadurch können sich kaum Wolken bilden. Nur in der Nähe
größerer Flüsse und in engen Tälern, wo die Feuchtigkeit sich nachts
nicht wegbewegen kann, bilden sich immer wieder Nebelfelder, die sich
tagsüber meist aber auflösen.

Wer sich die obige Analysekarte genau ansieht, der entdeckt ein
umfangreiches, wenn auch nicht besonders stark ausgeprägtes
Tiefdruckgebiet über Nordafrika. Es "saugt" bereits seit ein paar
Tagen Saharastaub an und führt es in größere Höhen entgegen dem
Uhrzeigersinn nordwärts. Inzwischen hat es der Staub bis nach Spanien
und Frankreich geschafft und lässt sich schon im Satellitenbild
erkennen.

Aktuell verlagert sich das Tief langsam nach Südwesteuropa, wo es vom
Hoch über Mitteleuropa und einem Hoch über dem Atlantik in die Mangel
genommen wird. Dabei dehnt es sich leicht nordwärts bis nach
Südengland aus, füllt sich aber am Wochenende allmählich auf und
zerfällt.

Die Ausdehnung sorgt für eine weit nach Norden reichende Verteilung
der staubbelasteten Luft. Die wiederum wird vom Hoch über Mittel- und
Osteuropa angezapft und so schließlich auch zu uns geführt.
In der unten angefügten Animation sieht man die Verlagerung der
stärksten Staubgebiete (je roter, umso höher ist die
Staubkonzentration) erst in den Westen Europas und dann am morgigen
Freitag mit sich etwas ostwärts zurückziehendem Hoch auch zu uns.

Dabei kann der Staub Konvektion und somit Wolkenbildung auslösen.
Zumindest aber wird er den Himmel etwas eintrüben, sodass der
Sonnenschein milchig oder trüb erscheinen kann.

Am Wochenende bleibt die mit Staub angereicherte Luft über uns
liegen, wenngleich die Konzentration aufgrund der horizontalen
Verteilung und dem versiegenden Zustrom langsam abnimmt. Am Samstag
sind im äußersten Norden und Nordosten im Zuge eines kleinräumigen
Höhentiefs über Südschweden und dadurch leicht angefeuchteter Luft
auch Regenfälle möglich. Diese können den Staub auswaschen, was zu
sichtbaren Spuren auf Gegenständen führen sollte.


Dipl. Met. Jacqueline Kernn

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 05.03.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



Wetter aktuell

Frühlingshafte Phase mit nur wenigen Ausnahmen


Ein kräftiges Hoch sorgt deutschlandweit für viel Sonnenschein und
frühlingshafte Temperaturen. Nur örtliche Nebel- und Seenebelfelder
trüben zeitweise das Bild.


Eine Hochdruckbrücke mit den Hochdruckgebieten JANNIS über der
Deutschen Bucht und IACKL über Südosteuropa hält Tiefdruckgebiete
weiterhin von Deutschland fern und prägt in den kommenden Tagen das
Wettergeschehen. Für unser Wetter übernimmt dabei vor allem Hoch
JANNIS die bestimmende Rolle.

So präsentiert sich das Wetter am heutigen Mittwoch sowie in den
kommenden Tagen bis Anfang nächster Woche insgesamt vorfrühlingshaft
freundlich und sonnig. Tagsüber wird es mild bis sehr mild, während
es nachts abseits der westlichen Landesteile häufiger zu leichtem
Frost kommt.

Einige Ausnahmen sind dennoch zu beachten: In der vergangenen Nacht
haben sich in Teilen der Landesmitte und im Süden Nebel- und
Hochnebelfelder gebildet. Mitunter kann es bis in die Mittagsstunden
dauern, bis sich diese vollständig aufgelöst haben. In Bayern ist
örtlich auch ein ganztägig trüber Verlauf nicht ausgeschlossen.
Ansonsten scheint die Sonne, begleitet von einzelnen hohen
Wolkenfeldern, die kaum ins Gewicht fallen.

In der Nacht zum Donnerstag breiten sich die Hochnebelfelder im Süden
erneut aus. Zudem bildet sich zwischen Rügen und Usedom Seenebel.
Während sich die Nebel- und Hochnebelfelder am Donnerstag im
Tagesverlauf meist auflösen und anschließend deutschlandweit mit viel
Sonnenschein zu rechnen ist, bleibt es zwischen Rügen und Usedom
neblig-trüb. Ursache ist das kalte Wasser der Ostsee, über dem sich
die sehr milde Luft abkühlt und so die Bildung von Seenebel
begünstigt.

In der Nacht zum Freitag ist die Nebelneigung deutlich geringer.
Entsprechend gibt es am Freitag kaum noch Einschränkungen: Von
Flensburg bis Füssen und von Trier bis Frankfurt an der Oder scheint
verbreitet die Sonne. Die wenigen Schleierwolken fallen kaum ins
Gewicht. Auch der Seenebel löst sich auf beziehungsweise wird von der
Küste abgedrängt.

Die Höchsttemperaturen liegen tagsüber meist zwischen 15 und knapp 20
Grad. Dort, wo sich Nebel länger hält, bleibt es spürbar kühler. So
werden am Freitag zwischen Rügen und Usedom im Einflussbereich des
Seenebels lediglich 2 bis maximal 4 Grad erreicht. Generell bleibt es
an den Küsten durch das noch kalte Ostsee- und Nordseewasser kühler
als im Binnenland, insbesondere bei auflandigem Wind.

In den Nächten sinken die Temperaturen bei häufig klarem Himmel nahe
an den Gefrierpunkt. Im Osten und Südosten tritt verbreitet leichter
bis mäßiger Frost auf. Am Wochenende geht die Frostgefahr allmählich
etwas zurück.

Zusammenfassend steht uns, mit wenigen Ausnahmen, eine längere Phase
freundlichen Wetters mit frühlingshaften Temperaturen bevor. Es
bietet sich also reichlich Gelegenheit für Ausflüge, Spaziergänge und
Aktivitäten im Freien und um zu beobachten, wie die Natur langsam aus
der Winterruhe erwacht.

Dipl. Met. Marco Manitta

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 04.03.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst





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