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Thema des Tages
Ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst. Neueste Meldung oben
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Wetter aktuell
Ungewöhnliche Frühlingswärme zum meteorologischen Winterende
Außergewöhnlich milde, ja geradezu warme Luftmassen haben den
Südwesten und Westen Europas erreicht. In Frankreich wurden
zahlreiche neue Februarrekorde der Höchsttemperatur aufgestellt. Nun
erreicht diese Luftmasse auch Deutschland.
Zwischen einem umfangreichen Hoch über Westeuropa und dem
Mittelmeerraum sowie einem ebenso umfangreichen Tiefdruckkomplex über
dem Nordostatlantik hat sich über Westeuropa eine großräumige
Südwestströmung eingestellt. Mit dieser wurde Luft aus den
Seegebieten zwischen den Azoren und den Kanaren nach Westeuropa
geführt. Diese Luftmasse im Zusammenspiel mit viel Sonnenschein
führte in Frankreich und manchen Nachbarländern zu zahlreichen
Rekorden der Höchsttemperatur für Februar. Örtlich wurden im
Südwesten Frankreichs knapp 30 Grad an den beiden vergangenen Tagen
gemessen. Am gestrigen Mittwoch stieg die Temperatur in
Zentralfrankreich auf Werte um 25 Grad und selbst im etwa 1000 Meter
hoch gelegenen Chamonix in den Westalpen wurden 21,1 Grad (neuer
Februarrekord, Messbeginn 1880) erreicht.
Bei uns in Deutschland wird der Wärmehöhepunkt am morgigen Freitag
erreicht. Doch bereits heute liegen die Höchstwerte im Westen und
Südwesten örtlich bei 20 Grad. Am Freitag verstärkt sich dann die
Zufuhr der subtropischen Luftmasse. Mit auffrischendem südwestlichem
Wind haben Nebel und Hochnebel weniger Chancen als an den Vortagen,
zudem gibt es am Nordrand der Mittelgebirge föhnige Effekte. Damit
steigen die Temperaturen in der Mitte und im Süden Deutschlands
gebietsweise auf Werte um 20 Grad mit den höchsten Werten entlang des
Rheins und seiner Nebenflüsse. Dort werden 21, örtlich 22 und am
südlichen Oberrhein vielleicht auch 23 Grad erreicht.
Als bisheriger deutschlandweiter Februarrekord steht ein "Uraltwert"
vom 26. Februar 1900 in der Statistik. Damals wurden in Jena 23,1
Grad gemessen. Einige weitere Stationen stehen mit Werten knapp über
22 Grad in der Statistik und liegen fast ausschließlich in der
Südwesthälfte Deutschlands. Diese Rekorde stammen meist aus den
Jahren 1960 und 1990, haben also auch schon länger Bestand.
Selbst an den Küsten wird es mehrheitlich mild oder sehr mild. Eine
Ausnahme bildet lediglich Nordfriesland, dort kommt der südwestliche
Wind von der kalten Nordsee, zum Teil liegen die Höchstwerte dort nur
zwischen 6 und 8 Grad. Anders an der Ostsee. Dort kann man an der
vorpommerschen Küste bei 13 bis 15 Grad, dem teils noch 30 cm dicken
Eis auf den Boden oder im Stettiner Haff beim Schmelzen zuschauen.
Ansonsten ist zum Ende des meteorologischen Winters nicht mehr viel
Winterliches übrig. Die Schneegrenze liegt um 1000 Meter, im Westen
etwas darüber, im Osten etwas darunter. In Lagen darunter hat bereits
der Vorfrühling Einzug gehalten oder tut es in den kommenden Tagen.
Festmachen lässt sich das am zunehmenden Pollenflug von Hasel und
Erle. Dieser erreicht im Norden und Osten meist mittlere, sonst hohe
Belastungsintensitäten.
M.Sc. Thore Hansen
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 26.02.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
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Wetter aktuell
Frühlingsluft
Milde Frühlingsluft sorgt bis Freitag für ungewöhnlich hohe
Temperaturen ? besonders im Südwesten. Alle Details und wie es weiter
geht, erfahren Sie im heutigen Thema des Tages.
Deutschland gelangt in den kommenden Tagen zunehmend unter
Hochdruckeinfluss. Niederschläge bleiben dabei weitgehend aus. Durch
das Zusammenspiel eines Hochdruckgebietes mit Schwerpunkt östlich von
Deutschland und mehreren Tiefdruckgebieten über Westeuropa wird mit
einer südwestlichen Strömung ungewöhnlich milde Luft zu uns geführt.
Besonders im Südwesten macht sich bereits frühlingshafte Wärme
bemerkbar. Doch auch in den östlichen Landesteilen, wo Januar und
Februar vergleichsweise kalt ausfielen, setzt nun eine deutliche
Milderung ein.
Am heutigen Mittwoch dominiert vielerorts zunächst noch trübes
Wetter. Nebel- und Hochnebelfelder sorgen verbreitet für einen grauen
Himmel und lassen das Wetter eher herbstlich wirken. Im Tagesverlauf
lockert es zwar auf, in Teilen Bayerns halten sich die Nebel- und
Hochnebelfelder jedoch zäh. Die Temperaturen reichen von etwa 4 Grad
auf Rügen bis zu 19 Grad am Rhein. Der Wind weht meist schwach aus
südöstlichen Richtungen. In der Nacht zum Donnerstag breiten sich
Nebel- und Hochnebelfelder erneut aus. Vor allem in der Osthälfte
kann es stellenweise Frost geben, während es im Nordwesten mit Werten
um 9 Grad mild bleibt.
Am Donnerstag lösen sich Nebel und Hochnebel schneller auf. Mit
auffrischendem Südwestwind setzt sich die Sonne häufiger durch, die
Luft wird besser durchmischt und die Temperaturen steigen verbreitet
auf 15 bis 21 Grad. Auch im Osten wird es mit 13 bis 17 Grad
ungewöhnlich mild.
Der Höhepunkt dieser milden Phase wird am Freitag erreicht. Im
Vorfeld einer von Westen herannahenden Kaltfront frischt der
Südwestwind weiter auf. Mit sonnigen Abschnitten werden 15 bis 20
Grad erreicht, im Südwesten lokal sogar bis zu 23 Grad. Damit bietet
sich der Freitag besonders gut für Aktivitäten im Freien an.
Am Wochenende folgt dann der Wetterumschwung. Bereits am Freitagabend
setzt im Nordwesten erster Regen ein, der sich in der Nacht zum
Samstag bis in die Mitte Deutschlands ausbreitet. Am Samstag bleibt
es nur im Südosten noch zeitweise frühlingshaft freundlich, sonst
dominieren Wolken und zeitweise Regen bei deutlich niedrigeren
Temperaturen zwischen 7 und 14 Grad. Am Sonntag beruhigt sich das
Wetter zwar wieder etwas, die Temperaturen liegen mit 7 bis 15 Grad
jedoch weiterhin unter den Werten der Vortage ? für die Jahreszeit
insgesamt aber noch immer auf einem milden Niveau.
Dipl.-Met. Marco Manitta
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 25.02.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst
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