Besucher: 949



Thema des Tages
Ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst. Neueste Meldung oben

Wissenschaft

Geografie und Topografie


Deutschland ist topografisch stark gegliedert und daher spielen die
Mittelgebirge in Deutschland in den Wetterberichten eine große Rolle.
Im heutigen Thema des Tages wollen wir Ihren Geografie- und
Topografiekenntnissen mal auf den Zahn fühlen.


In Deutschland gibt es unzählige Gebirgszüge und einige davon spielen
für die tägliche Wettervorhersage eine maßgebliche Rolle. Oftmals ist
die Rede von Sturm oder Schnee im Bergland und im Sommer entstehen
auch Gewitter oftmals im Umfeld von Gebirgszügen. Besonders wichtig
ist es auch im Flugwetter die Höhenzüge und ihre vertikale
Erstreckung zu kennen. Beispielsweis gibt es in Deutschland
verschiedene GAFOR-Gebiete (General Aviation Forecast), die genutzt
werden, um Sichtflugbedingungen darzustellen. Und genau diese Gebiete
werden einer Bezugshöhe zugeordnet auf deren Basis die Vorhersage
mittels einer codierten Form erfolgt. Beispielsweise wird für das
GAFOR-Gebiet Schwarzwald eine Bezugshöhe von 4000 FT (ca. 1200 m)
angenommen, während es für das Havelland 300 FT (ca. 100 m) sind.
Weitere Infos zu GAFOR Gebieten finden sich unter: https://www.dwd.de/DE/fachnutzer/luftfahrt/teaser/gafor_test/luftspor
tberichte_mit_bild.html.

Nun wollen wir aber zum Quiz kommen. Natürlich könnten gewisse
Hilfsmittel verwendet werden, aber viel mehr Spaß macht das Quiz doch
dann, wenn die grauen Zellen aktiviert werden. Am Ende ergibt sich
aus den Anfangsbuchstaben ein Lösungswort.

Frage 1:

Nun nehmen wir in der ersten Frage mal an, dass Sie von Köln auf
direktem Weg nach Leipzig fliegen. Welche Höhenzüge werden dabei
unter anderem überquert?

S) Hunsrück, Odenwald, Rhön, Thüringer Wald
F) Bergisches Land, Siegerland, Nordhessisches Bergland
R) Teutoburger Wald, Harz, Erzgebirge


Frage 2:

Wie heißt die höchste Erhebung im Hunsrück?

r) Erbeskopf
o) Feldberg
e) Fichtelberg


Frage 3:

Der Fichtelberg gehört zu welchem Mittelgebirge?

n) Fichtelgebirge
ü) Erzgebirge
g) Thüringer Wald


Frage 4):

In welchem Bundesland befindet sich das höchste Mittelgebirge
Deutschlands?

n) Sachsen- Anhalt
e) Bayern
h) Baden-Württemberg


Frage 5):

Wie hoch ist der Brocken?

l) 1142 m üNN
n) 1426 m üNN
e) 925 m üNN


Frage 6):

Nun wollen Sie von Marburg nach Schwäbisch Hall fliegen. Dabei
befindet sich die Unterkante der Hochnebeldecke in etwa 500 m üNN.
Welche Flugroute bietet sich daher an, damit Sie nicht in die
Wolkendecke fliegen und ist die kürzeste?

t) Marburg, Gießener Becken, Rhein-Main-Gebiet, Odenwald, Bauland,
Hohenloher Ebene, Schwäbisch Hall
i) Marburg, Wetterau, Rhein-Main-Gebiet, entlang des Mains, Bauland,
Hohenloher Ebene, Schwäbisch Hall
s) Marburg, Wetterau, Rhein-Main-Gebiet, Bergstraße, Kraichgau,
Hohenloher Ebene, Schwäbisch Hall


Frage 7):

In welchen Bundesländern liegt der Fläming?

a) Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen
n) Brandenburg und Sachsen-Anhalt
c) Rheinland-Pfalz und Saarland


Frage 8):

Wie hoch sind die höchsten Erhebungen in Schleswig-Holstein?

e) 50-80 m üNN
h) 80-120 m üNN
g) 120-170 m üNN







Dipl.-Met. Marcel Schmid
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 21.03.2026
Copyright (c) Deutscher Wetterdienst


Dipl.-Met. Marcel Schmid

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 21.03.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst



Wetter aktuell

Hitzewelle in den USA erreicht vorläufigen Höhepunkt



Angekündigt und eingetroffen, eine in der Form nie dagewesene
Hitzewelle im Südwesten der USA erreicht ihren vorläufigen Höhepunkt.
Mehr Hintergründe im heutigen Tagesthema.


In unserer Tagesrubrik, exakt an dieser Stelle, wurde genau vor einer
Woche in einem ausführlichen Artikel auf eine sehr wahrscheinlich
bevorstehende Hitzewelle im Südwesten der USA verwiesen. Diese ist
nun eingetreten und erreicht aktuell ihren vorläufigen Höhepunkt.
Betroffen ist insbesondere der Südwesten der USA, also primär der
Südteil der Bundesstaaten Kalifornien und Nevada sowie große Teile
Arizonas. Dort wurden am gestrigen bereits flächendeckend 35 bis
40°C, an der Grenze zu Mexiko in der Wüstengemeinde Martinez Lake
43,3°C als Höchstwerte gemessen.

Zahlreiche Tages- und Monatsrekorde wurden nicht nur gebrochen, so
wurden förmlich pulverisiert. Wie hier am Beispiel der Station
Phoenix in Arizona zu erkennen ist, wurden als gestrige
Höchsttemperatur 105 Grad Fahrenheit gemessen (entspricht 40,6 Grad
Celsius). Der vorherige Rekord für den Gesamtmonat März lag bei 100
Grad Fahrenheit (37,8°C). Es ist bereits der 6. Tag im März 2026 mit
einem neuen Tagesrekord an der Station. Doch nicht nur die Maxima,
auch die nächtlichen Tiefstwerte sind beachtlich. So sank das
Thermometer in den vergangenen 3 Nächten nicht mehr unter 68°
Fahrenheit (entspricht 20°C) in der Region. 3 Tropennächte im März:
Allein die Vorstellung dürfte einigen Kälteliebhabern hierzulande
sprichwörtlich die Schweißperlen auf die Stirn treiben! Wie anhand
der linksstehenden roten Zahl in Klammern zu erkennen ist, die die
Abweichungen vom Klimamittel kennzeichnen, bewegt man sich dort
aktuell um rund 10°F über dem langjährigen Mittelwert (circa 5°C
entsprechend).

Beim Blick auf die Warnkarte (Abbildung 2) stechen nehmen der
violetten Hitzewarnungen im Südwesten ebenfalls die Magentafarben,
von den Great Plains bis in den mittleren Westen reichend, heraus.
Dort ist eine extrem erhöhte Waldbrandgefahr gegeben, bei der neben
sehr trockene Bedingungen und viel Wind auch die rekordträchtigen
Temperaturen ihren Beitrag leisten. Denn nicht nur die Qualität
dieser Hitzewelle mit den absoluten Peaks ist beachtlich, sondern
auch deren Ausdehnung. Selbst in Nebraska in der Stadt mit dem
schönen Namen Scottsbluff und sogar noch weiter nördlich bis nach
South Dakota sind mehr als 30°C gemessen worden am heutigen Freitag.

Grund hierfür ist ein sogenannter "Heat Dome", bei dem sich die
Atmosphäre innerhalb eines stationären Hochdruckgebietes durch
langanhaltendes Absinken sehr stark bis in oberen Schichten der
Troposphäre erwärmt. Normalerweise tritt dieses Phänomen vorrangig
oder in den Sommermonaten (zumindest aber Sommerhalbjahr auf), ist
also speziell für die Jahreszeit ungewöhnlich stark und sehr weit
nach Norden ausgedehnt. Auch wenn selbstredend noch keine
Attributionsstudien zu der Lage vorliegen, kann man mit hoher
Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass der Klimawandel maßgeblich an
den Rekorden beteiligt ist.
Die Behörden empfehlen in den betroffenen Regionen dringend eine
vermehrte Flüssigkeitsaufnahme von Wasser oder elektrolythaltigen
Sportgetränken, zur Nutzung von Sonnencreme, Tragen leichter Kleidung
sowie Anstrengungen im freien zur Mittags- und Nachmittagszeit zu
meiden. Verzichten sollte man hingegen auf einen erhöhten Alkohol-
und Koffeinkonsum, fettiges oder stark proteinhaltiges Essen und das
Zurücklassen von Kindern in Autos.

Wie geht es nun weiter? Eine leichte Entspannung kündigt sich zwar
an, aber noch keine wirklich nachhaltige Abkühlung. Schwache
Kaltfronten, streifen nur den Norden des Landes und gehen vielfach
ohne nennenswerte Regenfälle von West nach Ost durch. Im Gegenteil:
In der kommenden Woche verdichten sich die Hinweise, dass sich die
Hitzeglocke nach kurzer Abschwächung erneut regenerieren kann (siehe
auch Abbildung 4). Bleibt zu hoffen, dass zumindest Wald- und
Buschbrände ausbleiben.

Dipl.-Met. Robert Hausen

Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale
Offenbach, den 20.03.2026

Copyright (c) Deutscher Wetterdienst





Private Wetterstation Altenmarkt a. d Alz - Alle Angaben ohne Gewähr - (c) Matthias Schwanter   -   Seitengeneration erfolgte in 0.0967 Sekunden.